Vom Groß werden und allein sein

Veröffentlicht auf von fallen-rebell

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Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man denkt, man sei der einzige Mensch auf der Welt? Weil man sich so schrecklich alleine fühlt und die Menschen um einen herum wie Schatten vorbei ziehen. Weil man alleine ist und das lange und man das Gefühl hat, jeder andere auf der Welt hat jemanden, nur ich nicht.

 

Natürlich klingt das jetzt sehr depressiv, aber irgendwie geht es mir im moment so. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass ich die neue how I met your mother Folge gesehen habe und dadurch sehr melancholisch geworden bin, aber sie war so wahr. Ted fühlte sich alleine, dabei würde er in gerade mal 47 Tagen seine zukünftige Ehefrau kennen lernen.

Aber woher soll man das denn wissen? Natürlich kann einem morgen die große Liebe über den Weg laufen, aber es kann eben auch noch 20 Jahre dauern. Das weiß keiner und manchmal wünsche ich mir wirklich eine Kristallkugel um wenigstens mal spicken zu können, ob denn alles gut wird, so wie man sich das wünscht.

 

Ich denke immer öfter über die Zukunft nach und das Leben und dessen Sinn. Und ich kam auf das Ergebnis, dass der Sinn des Lebens der Tod ist. Denn durch den Tod ist alles vergänglich und das bringt die Einmaligkeit mit sich, weshalb wir alles genießen, weshalb wir erleben wollen. Man ist nur einmal jung, wer weiß wann man nochmal zu seinem letzten Urlaubsziel kommt? Man hat nur eine Kindheit, ein erstes Wort, ein erster Schritt, ein erster und ein letzter Schultag, einen ersten Kuss und ein erstes Mal. Und wenn man das verkackt, bekommt man keine zweite chance. Denn der erste ist nun mal der erste.

Und genau davor hab ich Angst. Wisst ihr noch, wenn man klein war, dann hat man immer so oft gesagt- Wenn ich mal groß bin.

Natürlich sind da eine Menge kindlicher Phantasien dabei, aber nicht ausschließlich. Ich habe zum Beispiel immer gesagt "wenn ich mal groß bin, will ich Schauspielerin werden!" und das habe ich gesagt bis ich 19 war. Dann kam aber das Abi, dann war ich fertig und dann schlug die Stunde der Wahrheit.

Die Worte zu Taten machen

Ich habe es versucht, ich habe mich an den Schauspielschulen beworben, habe vorgesprochen- erfolglos. Ich konnte meinem kleinen Ich seinen Wunsch nicht erfüllen. Bis heute habe ich daran zu knabbern und immer wieder denke ich, wie viel ich meinem kleinen ich eigentlich schuldig bin, wie viel Wünsche es hätte und wie gerne ich diese doch erfüllen möchte.

Und auch mein jetziges ich hat ganz viele Wünsche und hofft, dass mein zukunfts ich es schafft, so viele wie möglich davon zu erfüllen. Aber das werde ich wohl erst wissen, wenn mein zukunfts-ich zum gegenwarts-ich wird.

So lange sitze ich weiter hier allein und denke übe die Zukunft nach und über meine Versprechen mir gegenüber und meine Wünsche. Wie zum Beispiel das Versprechen meinem 2 Jahre jüngeren ich gegenüber, mich in der Uni anzustrengen. Deshalb fange ich nach diesem Artikel auch endlich mal mit meiner Hausarbeit an, die ich seit einem Monat vor mich hinschiebe und jetzt innerhalb von 6 Tagen fertig stellen muss. Ich hoffe zukunfts-ich schafft das rechtzeitig.

Was mir nur immer wieder dabei auffällt ist, dass ich selbst ja noch gar icht groß bin. Zumindest fühle ich mich nicht so. ich kann mein kleines ich und seine wenn ich groß bin Wünsche verstehen. Aber ich sage heute noch wenn ich groß bin und ich werde es wohl auch noch in 5 Jahren sagen. Ich glaube manchmal, man ist nie groß, denn es wird immer etwas neues geben, um das man sich kümmen muss, das anders ist und mit dem man lernen muss umzugehen. Und manchmal stehe ich dann vor dem Spiegel schaue mich an und sehe tief in meinen Augen mein kleines ich, dass mich anlächelt. Mein kleiens ich mit seinen großen Hoffnungsvollen Augenm, mit den großen Wünschen. Und  ich bin sicher in ein paar Jahren um die dreißg werde ich das wieder tun und mein jetziges ich sehen, mit den großen Träumen, mit den Reisen, dem tollen Beruf und den Mann fürs Leben. Und entweder wird sich mein zukunft ich dann lächelnd zu seinem Mann umdrehen und denken, ja wir haben es geschafft oder es sieht in den Spiegel, sieht tief in seinen Augen die jüngeren Ichs und denkt:" Wenn ich groß bin..."

 

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